Musée de la main UNIL-CHUV Lausanne


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«Carte blanche für diejenigen, die sich um uns kümmern»

Sonderausstellung

8. Sept. bis 12. Dez. 2021

Gegenwartskunst von Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern

Kreative Einblicke in eine Berufsgruppe mit Systemrelevanz


Mit der Sonderausstellung «ART SOIN» widmet das Musée de la main UNIL-CHUV Lausanne den Pflegeberufen eine unkonventionelle Plattform: «Carte blanche für diejenigen, die sich um uns kümmern». Unter der Leitung des Künstlers Frantiček Klossner lassen angehende Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner ihrer Kreativität freien Lauf, um ihre Erfahrungen, Gefühle, Hoffnungen und Sorgen auszudrücken. Ihre künstlerischen Kreationen laden dazu ein, die heutige Situation der Pflegeberufe zu hinterfragen und aus einer neuen und ungewohnten Perspektive zu betrachten. Die Werke überzeugen durch ihre Authentizität und Ehrlichkeit. Das grosse gesellschaftliche Engagement der jungen Generation wird deutlich spürbar und die Systemrelevanz der Berufsgruppe im aktuellen Kontext unübersehbar.

 

Das Konzept der Ausstellung basiert auf dem Bildungsprojekt «Kunst und Medizin», das von Frantiček Klossner und Urs Schürch im Rahmen des Innovationswettbewerbs «Kunst an Schulen» des Kantons Bern in Kooperation mit der Stanley Thomas Johnson Stiftung am Bildungszentrum Interlaken BZI entwickelt und 2017 erstmals durchgeführt wurde. Es wurde vom Kanton Bern als modellhaftes Bildungsprojekt ausgezeichnet. Das Projekt ermöglicht den Studentinnen und Studenten eine aktive Auseinandersetzung mit kulturellen Inhalten im Rahmen ihrer Ausbildung und bietet ihnen die Chance, persönliche Erfahrungen aus ihrer Berufspraxis in kreativer Form sichtbar werden zu lassen. Das Kunsthaus Interlaken und das Psychiatriezentrum Münsingen PZM haben die daraus hervorgegangenen Werke in zwei vielbeachteten Ausstellungen präsentiert. Bereits damals wurde schnell klar, dass «die Kunst der Pflegenden» sich hervorragend für eine Sonderausstellung im Musée de la main UNIL-CHUV in Lausanne eignen würde, das sich seit seiner Gründung 1997 sehr explizit dem Dialog von Gegenwartskunst und Medizin widmet. Noch vor der ersten Corona-Welle, die den Kanton Waadt in besonders schwerwiegender Weise getroffen hat, wurde eine Kooperation mit den beiden Hochschulen für Gesundheitsberufe in Lausanne entwickelt, um das Bildungsprojekt auch im Kanton Waadt durchführen zu können. Im Frühjahr 2021 konnte das Modul mit Studentinnen und Studenten an der Haute Ecole de Santé du Canton de Vaud HESAV und an der Haute Ecole de la Santé LA SOURCE stattfinden.


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Bei der Realisierung ihrer künstlerischen Arbeiten widmeten sich die angehenden Pflegefachkräfte den Erfahrungen und Emotionen aus ihrer Berufswelt. Regelmäßig mit Krisen, Verletzlichkeit, Tod und Leid konfrontiert, aber auch mit der Stärke der Resilienz, der Bedeutung von Hoffnung und zwischenmenschlicher Zuwendung, haben sich die angehenden Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner mit existenziellen Fragen befasst, die uns alle betreffen. Aus der Summe von praxisnahen Erfahrungen sind bewegende künstlerische Werke entstanden, die uns in poetischer Weise über unser Verhältnis zum Leben, zu Gesundheit und Krankheit befragen und durch ihre Ehrlichkeit und Aktualität ein breites Publikum erreichen und begeistern.


Sämtliche Ausdrucksformen der Gegenwartskunst sind in der Ausstellung vertreten: Videos, Installationen, Skulpturen, Fotografie, Malerei und Zeichnung, bis hin zu Musik, Tanz, Poetry-Performance und interaktiven Videoinstallationen, vermitteln einen überaus authentischen Einblick in die existenziellen Erfahrungen, mit denen die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner an ihrem Arbeitsort konfrontiert sind. Ihre Werke werfen ein mutiges Licht auf die Pflegeberufe vor und während der Pandemie. In überzeugender Weise thematisieren sie den kulturellen Wandel der Gesundheitsberufe. Die Ausstellung ist ein starkes künstlerisches Statement der aktuellen jungen Generation, die das Berufsbild der «Pflege» in Zukunft reformieren und erneuern wird.


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Die Ausstellung umfasst insgesamt 24 Einzel- und Gruppenarbeiten von 37 Studentinnen und Studenten aus den Kantonen Bern und Waadt. Sie absolvieren ihre Ausbildung an der Haute Ecole de Santé du Canton de Vaud HESAV und der Haute Ecole de la Santé LA SOURCE sowie am Bildungszentrum Interlaken BZI und am Bildungszentrum BFF in Bern.

 

Mitwirkende Studentinnen und Studenten:

Hanan Abdulkadir / Sarah Bachmann / Larissa von Ballmoos / Nora Bender / Eléna Bezzola / Lucas Blanchut Galiñanes / Sarah Bowden / Morgane Cagli / Arnaud Dubosson / Jaël Düby / Leonie Sina Eggenberg / Eltjona Gjauri / Maya Gonzalez Gonzalez / Océane Gresset / Céline Habegger / Lea Huber / Lorita Ismajlji / Barbara Keller / Valentin Klaus / Manon Laurencet / Mélanie Leitão Amaro / Carla Luis dos Santos / Vania Moreira da Cruz / Samantha Morier / Semira Ibrahim Mohamed / Valentina Ott / Michele Piffaretti / Nadine Röthlisberger / Anastasia Schwaller / Jennifer Rocha Souza / Anja Studer / Selina Ulrich / Anaïs Vauthier / Leonie Walther / Vanessa Wyss / Jael Zubrügg / Josia Zurbuchen

 

Projektteam & Lehrpersonen:

Frantiček Klossner, Initiant, Künstler

Sophie Jaussi Spina, La Haute Ecole de Santé du Canton de Vaud HESAV

Daniel Ducommun, Institut et Haute Ecole de la Santé La Source

Carolina Liebling, Stellvertretende Direktorin, Musée de la main UNIL-CHUV

Roxanne Currat, Leitung Kulturvermittlung, Musée de la main UNIL-CHUV


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Partner der Sonderausstellung ART SOIN:

Musée de la main UNIL-CHUV Lausanne

Institut et Haute Ecole de la Santé La Source

Haute Ecole de Santé du Canton de Vaud HESAV

Haute école spécialisée de Suisse occidentale

Bildungszentrum Interlaken BZI

Bildungszentrum BFF Bern

Kulturförderung des Kantons Bern

Stanley Thomas Johnson Stiftung

Hans-Eugen und Margrit Stucki-Liechti Stiftung

Fondation Claude Verdan

Université de Lausanne UNIL

Centre hospitalier universitaire vaudois CHUV

École Polytechnique Fédérale de Lausanne EPFL

Rotary Club Lausanne


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Das Musée de la main UNIL-CHUV wurde 1997 vom Facharzt für Handchirurgie, Professor Claude Verdan gestiftet und widmet sich explizit dem Dialog zwischen Gegenwartskunst, Medizin und Wissenschaft. Es arbeitet in enger Kooperation mit der Universität Lausanne UNIL, dem Universitätsspital des Kantons Waadt CHUV und der Eidgenössischen Technischen Hochschule EPFL/ETHL. Weil Wissenschaft, Medizin und Gesundheit in unserem Leben und in unserer Gesellschaft einen wichtigen Platz einnehmen, haben sich die Fondation Claude Verdan, die Universität Lausanne und das CHUV zusammengetan, um das Musée de la main UNIL-CHUV zu einem Ort der Kultur zu machen, der es allen ermöglicht, wichtige wissenschaftliche und soziale Fragen im Geiste der Offenheit, des Dialogs und der Neugier zu erkunden.


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«Jede Krankenschwester und jeder Altenpfleger leistet mehr für die Gesellschaft als alle Finanzjongleure und Investmentbanker zusammen. Ich würde mir eine Honorierung wünschen, die sich danach richtet, welchen Beitrag jemand für die Allgemeinheit leistet … Davon sind wir leider unendlich weit entfernt.» (Sahra Wagenknecht in Günther Jauchs Talkshow vom 10. März 2013)


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Medienresonanz 2021


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Musée de la main - Fondation Claude Verdan