Bern Ballett - Stadttheater Bern

Der Ballett-Chef am Stadttheater Bern, Stijn Celis, hat den Medienkünstler Frantiček Klossner zu einer Koproduktion eingeladen.

Für die Tanzcompagnie des Stadttheaters Bern hat der Künstler zwei multimediale Choreografien entwickelt und inszeniert.


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La Sincérité, Choreografie von Frantiček Klossner für die Tanzcompagnie des Stadttheaters Bern, Uraufführung 2007, Choreografie und Inszenierung: Franticek Klossner, Tanz: Chantal Claret, Abigail Cowen, Yen-Ching Lin, Ariadna Montfort, Emma Murray, Patricia Vazquez, Yaël Zuckmann, Dominik Druch, Stephen Laks, Bruce McCormick, Joshua Monten, Erik Wagner, Leitung Tanzcompagnie: Stijn Celis, Musik: Don Li, Kostüme: Catherine Voeffrey, Ausstattung und Bühnenbildassistenz: Stefanie Liniger, Bühnentechnik: Roger Grandi und Jürg Streit, Audiotechnik: Bruno Benedetti, Fotos: Philipp Ziniker, Simon Schmid


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«La sincérité», Franticek Klossner, Choreographie für die Tanzkompanie des Stadttheaters Bern, interdisziplinärer Ballettabend «Beauty More Than Me», 2017

La Sincérité

Die Choreografie basiert auf einer Klang-Partitur, die von einer Sprechstimme dominiert wird. Frantiček Klossner hat in den Archiven des Musée Edith Piaf in Paris nach Sprachaufnahmen aus Interviews und unveröffentlichten Dokumenten gesucht und die Aussagen der Sängerin zu einer ergreifenden Textpartitur zusammengestellt. Die Piaf spricht über die Liebe, über das Leben und über die Ehrlichkeit die als Ausgangspunkt für jegliche Kunst unabdingbar ist. Die Piaf singt nicht... sie erzählt, sinniert und überrascht mit zeitlos aktueller Argumentation wenn sie das künstlerische Schaffen ergründet. Zur Bearbeitung dieser Raritäten aus den Archiven der Piaf hat Frantiček Klossner den Berner Komponisten Don Li eingeladen, der die rhythmischen Variationen und die Melodie der Sprachfragmente als Grundlage für eine musikalische Komposition genutzt hat. Das Zusammenspiel von historischen Sprachaufnahmen und aktueller zeitgenössischer Musik führt zu einem sehr eindringlichen Hörerlebnis, das die Stimme der Piaf in noch nie gehörter Form und in aufrüttelnder Weise neu erlebbar macht. Frantiček Klossners Choreografie wird einerseits von diesem unkonventionellen Hörerlebnis geprägt und andererseits durch ein bewegtes Bühnenbild strukturiert, das den Tänzerinnen und Tänzern des Berner Stadttheaters einen sehr strengen und konsequenten Rahmen für ihre Performances bietet. Ihr Aktionsradius wird durch stetig bewegte Horizonte eingegrenzt. Transluzide Panels überlagern sich kontinuierlich seitwärts gegen- und hintereinander. Die Körper der Performenden befinden sich in stetigem Wandel zwischen verschiedenen lichtdurchfluteten Ebenen, zwischen zweidimensionaler und dreidimensionaler Präsenz. Schattenspiel und Körperspiel imaginieren eine Welt zwischen Tod und Leben, zwischen Erinnerung und Gegenwart. (Kurt Büchler, Theater Zeitung Zürich, 2007)


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Beauty More Than Me, Choreografie und Inszenierung: Franticek Klossner, Text: Gerhard Johann Lischka, Stimme: Charles Clerc, Solist: Dominik Druch, Tanzcompagnie: Chantal Claret, Abigail Cowen, Yen-Ching Lin, Ariadna Montfort, Emma Murray, Patricia Vazquez, Yaël Zuckmann, Stephen Laks, Bruce McCormick, Joshua Monten, Erik Wagner, Leitung Tanzcompagnie: Stijn Celis, Kostüme: Catherine Voeffrey, Ausstattung: Stefanie Liniger, Audiotechnik: Bruno Benedetti, Video: Franticek Klossner, Bühnentechnik: Jürg Streit, Fotos: Philipp Ziniker, Simon Schmid


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«Beauty More Than Me», Franticek Klossner, Choreographie für die Tanzkompanie des Stadttheaters Bern, Franticek Klossner, Stimme: Cahrles Clerc, Solist: Dominik Druch, Uraufführung 2017

Beauty More Than Me

Die bekannte Stimme von Charles Clerc, dem bekannten Tagesschaumoderator des Schweizer Fernsehens, führt als musikalische Partitur durch die Performance. Das Bühnenbild besteht aus einer raumfüllenden Videoprojektion. Sieben sprechende Köpfe, Portraitaufnahmen von Charles Clerc, drehen sich wie Globen kreisend gegeneinander und  ineinander. Die vertraute Stimme des Tagesschaumoderators liest ein Essay des Berner Kulturphilosophen Gerhard Johann Lischka über die Phänomene der Schönheit. Vor den kreisenden Portraits erscheint wie von Geisterhand, am Trapez in den Bühnenraum hochgezogen, der Solotänzer Dominik Druch. In minimalistischen Bewegungen vollzieht er eine eindrückliche Performance die seinen Körper wie rhythmische Wellen von den Zehenspitzen zu den Fingerspitzen durchfliesst. Die konzentrierte Spannung des Körpers erzeugt in ihrer tänzerischen Qualität eine unglaubliche Präsenz der man sich nicht entziehen kann. Frantiček Klossner entwirft mit dieser Inszenierung ein eindrückliches wirkmächtiges Bild. Die Gleichzeitigkeit von gesprochenem Wort und getanzter Körpersprache, das Ineinandergreifen von Gegenwartsphilosophie, Bewegung, Raum- und Zeitempfinden, besticht durch die leidenschaftliche Sinnlichkeit und die frappante Körperlichkeit der Performance. (Kurt Büchler, Theater Zeitung Zürich, 2007)


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"La sincérité", Franticek Klossner, Choreographie für die Tanzkompanie des Stadttheaters Bern, Uraufführung 2017

Contemporary Dance - The art of choreography

Franticek Klossner