Frantiček Klossner



Franticek Klossner - Galerie da Mihi Bern - Kunst der Gegenwart - Swiss contemporary artists

Galerie Da Mihi Contemporary Art Bern Switzerland

Vernissage

Freitag, 17. August 2018., 18.00 Uhr

Frantiček Klossner - Eudaimonie und Ataraxis

Ausstellungsdauer:

18. Aug. - 15. Sept.2018

Öffnungszeiten:

Do 14 - 20 / Fr 14 - 19 / Sa 11 - 17

Gerechtigkeitsgasse 40, Bern

Tel 031 332 11 90



Franticek Klossner - Kunst der Gegenwart - Die Mobiliar - Bern - Aktuelle Ausstellung - Sammlung Ketterer Ertle

aktuelle Ausstellung bis 17. August 2018

Leben in der Kunst - Werke aus der Sammlung Carola und Günther Ketterer-Ertle

Öffentliche Ausstellung in den Räumlichkeiten der Mobiliar, Bundesgasse 35. Bern, Öffnungszeiten: Mo - Fr, 08.00 - 17.00 Uhr, Eintritt frei



Die Mobiliar Bern Aktuelle Kunst Nachhaltigkeit Sammlung Ketterer Ertle Videokunst Franticek Klossner

Menschliche Aggregatzustände

Frantičeks künstlerisches Schaffen ist durchdrungen von existenziellen Fragen. Der menschliche Körper fungiert in seinen Werken als Repräsentant für die Prozesse psychischer Individuation und sozialer Interdependenzen. Die Videoinstallation «ex vivo in vitro» thematisiert das Menschenbild der Gegenwart in besonders eindringlicher Weise. In Flüssigkeit eingelegt und konserviert, regen sich menschliche Körper und Köpfe. Die gewölbten Wasservolumen verzerren ihre Erscheinung wie Konvexspiegel. Die Szenerie erinnert an anatomische Feuchtpräparate in einem medizinhistorischen Museum. Doch die isolierten Körper sind sehr lebhaft und keineswegs tot. Ihre Aktivität lässt den Vergleich zum Präparat schnell vergessen. Köpfe drehen sich wie Globen um ihre eigene Achse. Die vorbeiziehenden Gesichter werden zu Weltkarten gelebten Lebens. In rätselhaften Worten sprechen die eingeschlossenen Geister zu sich selbst und zu uns. Sie sprechen von Liebe und Sehnsucht, von Hoffnung und Zuversicht. Die poetische Präsenz der konservierten und separierten Individuen vermittelt ein wirkkräftiges Bild menschlicher Seinszustände.


Videoskulptur - Franticek Klossner - Die Mobiliar - Bern - Kunst und Nachhaltigkeit - Sammlung Ketterer Ertle

Mess Up Your Mind

Videoskulptur, Frantiček Klossner, 2001/2018

Mitwirkende: Reto Andreoli, Boa Baumann, Bernhard Bischoff, Benno Burkhardt, Dolores Denaro, Aude Einstein, Sacha Erard, Ben Fay, Sandra Gianfreda, Marc Graf, Gerhard Johann Lischka, Andrea Loux, Oliver Martin, Gwendolyn Masin, Brigitte Morgenthaler, Thierry Pulver, Corinne Roll, Cédric Scheidegger, Manuel Scheidegger, Stefan Schwärzler, Martin Schweizer, Roman Schwitter, Christine Szakacs, Alexander Tschäppät, Daniel Walser, David Wernz, Ruben Wyttenbach, Kamera: Fritz Trösch, High Speed Videos in Zusammenarbeit mit der Fachabteilung für Waffensysteme und Munition der Schweizer Armee (2001), Media Engineering: Marc-André Gasser (2018)

Das Kommunikationsgefüge kollabiert

Mit der Videoskulptur «Mess Up Your Mind» setzt Frantiček Klossner die Dekonstruktion des Subjekts auf radikale Weise in Szene. Durch die Zerlegung flüchtiger Bewegungen in ihre minimalen Bestandteile, die zunächst an wissenschaftlich-analytische Forschungsmethoden erinnert, erzeugt Klossner monströs verzerrte Video-Portraits. Das Gesicht als Bedeutung und Identität stiftende Fassade entgleitet scheinbar der Kontrolle, individuelle Züge verflüssigen sich und werden unlesbar. Das Kommunikationsgefüge, in das Mimik und Sprechapparat wie selbstverständlich gestellt werden, kollabiert. An seine Stelle tritt die ungebrochene Obszönität der Closeups, die von der unmittelbar physischen Wirkung der sich öffnenden und schliessenden leuchtend roten Münder getragen wird.



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