Frantiček Klossner



Kunsthalle Bern Jubiläum 1918-2018 - 100 Jahre Kunst der Gegenwart - Edition Publikation

Kunsthalle Bern 100 Jahre Kunst der Gegenwart

Jubiläumsfeier

Freitag, 18. Mai 2018, ab 17 Uhr

Ansprachen:

Alec von Graffenried

Stadtpräsident Bern

Valérie Knoll

Direktorin Kunsthalle Bern

Jean-Claude Nobili

Präsident Kunsthalle Bern


Buchpräsentation

Jubiläumspublikation

«Eine Geschichte der Künstlerinnen» mit Beiträgen von Brigitte Lustenberger, Karin Lehmann, Heinz und Li Mollet, Lilly Keller, Vaclav Pozarek, Heinz Brand, Nino Baumgartner, Kotscha Reist, Anaik Lou Pitteloud, Manuel Burgener, Thomas Hirschhorn, Jürg Halter, Franticek Klossner, Manon, Ba Berger, Beat Feller, Markus Raetz, Leopold Schropp, Michael Günzburger, Quynh Dong, Ka Moser, Olivier Mosset, Urs Zahn und Anina Matter, Lang Baumann, Florian Dombois

Kunsthalle Bern 100 Jahre Kunst der Gegenwart Publikation Edition


Franticek Klossner - Kunst der Gegenwart - Die Mobiliar - Bern - Aktuelle Ausstellung - Sammlung Ketterer Ertle

die Mobiliar Bern Gegenwartskunst

5. April - 17. August 2018

Mo - Fr, 08 - 17 Uhr

Kunst & Nachhaltigkeit:

Leben in der Kunst - Werke aus der Sammlung Carola und Günther Ketterer-Ertle



Die Mobiliar Bern Aktuelle Kunst Nachhaltigkeit Sammlung Ketterer Ertle Videokunst Franticek Klossner

Menschliche Aggregatzustände

Frantičeks künstlerisches Schaffen ist durchdrungen von existenziellen Fragen. Der menschliche Körper fungiert in seinen Werken als Repräsentant für die Prozesse psychischer Individuation und sozialer Interdependenzen. Die Videoinstallation «ex vivo in vitro» thematisiert das Menschenbild der Gegenwart in besonders eindringlicher Weise. In Flüssigkeit eingelegt und konserviert, regen sich menschliche Körper und Köpfe. Die gewölbten Wasservolumen verzerren ihre Erscheinung wie Konvexspiegel. Die Szenerie erinnert an anatomische Feuchtpräparate in einem medizinhistorischen Museum. Doch die isolierten Körper sind sehr lebhaft und keineswegs tot. Ihre Aktivität lässt den Vergleich zum Präparat schnell vergessen. Köpfe drehen sich wie Globen um ihre eigene Achse. Die vorbeiziehenden Gesichter werden zu Weltkarten gelebten Lebens. In rätselhaften Worten sprechen die eingeschlossenen Geister zu sich selbst und zu uns. Sie sprechen von Liebe und Sehnsucht, von Hoffnung und Zuversicht. Die poetische Präsenz der konservierten und separierten Individuen vermittelt ein wirkkräftiges Bild menschlicher Seinszustände.


Videoskulptur - Franticek Klossner - Die Mobiliar - Bern - Kunst und Nachhaltigkeit - Sammlung Ketterer Ertle

Mess Up Your Mind

Videoskulptur, Frantiček Klossner, 2001/2018

Mitwirkende: Reto Andreoli, Boa Baumann, Bernhard Bischoff, Benno Burkhardt, Dolores Denaro, Aude Einstein, Sacha Erard, Ben Fay, Sandra Gianfreda, Marc Graf, Gerhard Johann Lischka, Andrea Loux, Oliver Martin, Gwendolyn Masin, Brigitte Morgenthaler, Thierry Pulver, Corinne Roll, Cédric Scheidegger, Manuel Scheidegger, Stefan Schwärzler, Martin Schweizer, Roman Schwitter, Christine Szakacs, Alexander Tschäppät, Daniel Walser, David Wernz, Ruben Wyttenbach, Kamera: Fritz Trösch, High Speed Videos in Zusammenarbeit mit der Fachabteilung für Waffensysteme und Munition der Schweizer Armee (2001), Media Engineering: Marc-André Gasser (2018)


Das Kommunikationsgefüge kollabiert

Mit der Videoskulptur «Mess Up Your Mind» setzt Frantiček Klossner die Dekonstruktion des Subjekts auf radikale Weise in Szene. Mit einer für militärische Zwecke entwickelten Hochgeschwindigkeitskamera, die mehr als 15’000 Bilder pro Sekunde erzeugt, har er Closeups von menschlichen Gesichtern aufgenommen. Die Portraitierten atmen tief ein und pressen die Atemluft mit starkem Druck und lautem Blubbern zwischen ihren Lippen hervor. Fröhlich und vergnügt wie Kinder in der Zeit des Sprechenlernens. In der Wiedergabe bei 25 Bildern pro Sekunde werden die blubbernden Münder in extremer Zeitlupe dargestellt. Durch die Zerlegung flüchtiger Bewegungen in ihre minimalen Bestandteile, die zunächst an wissenschaftlich-analytische Forschungsmethoden erinnert, erzeugt Klossner monströs verzerrte Video-Portraits. Das Gesicht als Bedeutung und Identität stiftende Fassade entgleitet scheinbar der Kontrolle, individuelle Züge verflüssigen sich und werden unlesbar. Das Kommunikationsgefüge, in das Mimik und Sprechapparat wie selbstverständlich gestellt werden, kollabiert. An seine Stelle tritt die ungebrochene Obszönität der Closeups, die von der unmittelbar physischen Wirkung der sich öffnenden und schliessenden leuchtend roten Münder getragen wird. Die spielerische Qualität der Videoaufnahmen setzt sich auch in der vom Künstler gewählten Präsentationsform fort: In einem quadratischen Spiegelkasten muliplizieren sich die Bilder ins Unendliche. Um die Gesamtheit des kaleidoskopartigen Universums zu entdecken, sind die Betrachter/innen eingeladen ihren Kopf in die Öffnung der Skulptur zu stecken. Wer dieser Aufforderung nachkommt, komplettiert das Werk um seine körperliche und performative Erweiterung. Kopflose Körper ragen aus der Skulptur und erfüllen den suggestiven Titel des Werks: «Mess Up Your Mind»... eine schalkhafte Verdrehung des Werbeslogans globaler Medienkonzerne «Make Up Your Mind».


Vernissage: Donnerstag, 12. April, 18.00

Binz 39 Zürich

Fields of Disappearance II

mit Werken von Corinne Güdemann, Ursula Hodel, Frantiček Klossner, Anina Schenker, Marion Strunk, kuratiert von Lucia Coray, Ursula Palla und Annalies Walter

12. April - 17. Mai 2018

Do - Sa, 14 - 18 Uhr



Franticek Klossner - Galerie da Mihi Bern - Kunst der Gegenwart - Swiss contemporary artists

Vernissage: Freitag, 17. Aug., 18.00

Galerie Da Mihi Contemporary Art Bern Switzerland

18. Aug. - 15. Sept.2018

Do 14 - 20 / Fr 14 - 19 / Sa 11 - 17 Uhr



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