Digitale Kulturvermittlung

Sonderausstellung unter dem Patronat der Bildungs- und Kulturdirektorin des Kantons Bern, Frau Regierungsrätin Christine Häsler.

Antikensammlung der Universität Bern

7. Juni 2019 - 7. Juni 2020

Verlängert bis Dezember 2020

Ausstellungsbesuche und Führungen nach Vereinbarung.

Kontakt: antikensammlung@iaw.unibe.ch

Facing History - Kulturgeschichte im Dialog

Konzept, Drehbuch & Regie: Franticek Klossner, Interaktive Medien: Marc-André Gasser, Wissenschaftliche Mitarbeit: Prof. Dr. Elena Mango, Cinzia Marti, Dr. Josy Luginbühl, Schauspiel / Besetzung: Eva Marianne Berger (Athena), Ben Gageik (Dioskur, ­Herakles), Lisanne Hirzel (Bürgerin), ­Malte ­Homfeldt (Hermes), Jasmin Kiranoglu (Niobe), Antonio Ramón ­Luque (­Apollon), Bernhard Schneider (Caracalla), Johannes Schumacher (Satyr), ­Isabelle Stoffel (Aphrodite), sowie in einer weiteren Videoperformance (Sappho) die Philosophin Dr. Rebekka Reinhard, Kamera: Tom Bernhard, Software: Simon Josi, «Medusa Rondanini»: Adrian Perez, Maske: Pino Zinna, Sinem Yavsaner, Ausstellungsbauten: Bernhard Anliker, Roger Mischler, Andreas Brunner, Stefan Schwärzler


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Sprechende Skulpturen

Die Sonderausstellung erschliesst faszinierende neue Wege der digitalen Kulturvermittlung. Interaktive Medien wie die digitale Spracherkennung, die Mimikerkennung und die Emotionsanalyse, ermöglichen das direkte Gespräch mit den griechischen und römischen Skulpturen der Antikensammlung Bern. Ein zehnköpfiges Team von Schauspielerinnen und Schauspielern hat bei der Entstehung der Ausstellung mitgewirkt. In insgesamt zwölf interaktiven Videoinstallationen verleihen sie den antiken Statuen und Büsten ihre Stimmen, ihren Ausdruck und eine zeitgenössische Sprache. Auf diese Weise treten die Skulpturen in einen poetischen Dialog mit dem Publikum. Die griechischen Gottheiten Hermes, Aphrodite, Apollon und Athena können über Mikrofone direkt ‹angesprochen› und zu ihrer Geschichte befragt werden. In prägnanten Videosequenzen erläutern sie ihre Bedeutung in der griechischen Mythologie und äussern sich zu aktuellen Themen der Gegenwart.


Kulturelle Vielfalt

Im Fokus der Ausstellungsthematik steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur- und Mentalitätsgeschichte. Ausgehend von historischen Anknüpfungspunkten wie der griechischen Mythologie oder der antiken Philosophie, widmet sich die Ausstellung aktuellen Themen der Gegenwart. Kulturelle Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und der Gesellschaft wird sinnlich erfahrbar. «Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wie wollen wir leben?». In insgesamt zwölf interaktiven Videoinstallationen fokussiert die Ausstellung Themen wie die kulturelle Vielfalt, die interkulturelle Kompetenz, den digitalen Wandel, Genderfragen und Gleichstellung. Zwischen Antike und Gegenwart wird der Ausstellungsbesuch zu einer fantastischen Entdeckungsreise in die kollektive und in die eigene Identität. Weltbilder, Anschauungen und Orientierungsmuster werden in unkonventioneller Weise reflektiert und hinterfragt.


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Preisgekröntes Pilotprojekt

Das spartenübergreifende Projekt wurde im Rahmen des Innovationswettbewerbs «Kultur.Digital» vom Amt für Kultur des Kantons Bern als modellhaftes Vorhaben im Bereich der digitalen Kulturvermittlung ausgezeichnet. Mit dem Wettbewerb fördert der Kanton Bern herausragende Projekte, die neue Wege und Perspektiven der digitalen Kulturvermittlung erschliessen und eine breite kulturelle Teilhabe ermöglichen. Das Konzept für die Ausstellung wurde von den Medienkünstlern Franticek Klossner und Marc-André Gasser entwickelt und in Zusammenarbeit mit den Archäologinnen Prof. Dr. Elena Mango, Cinzia Marti und Josy Luginbühl sowie einem zwanzigköpfigen Team von Schauspielerinnen und Schauspielern, Maskenbildnern, Kameraleuten, Programmierern und Ausstellungstechnikern als Pilotprojekt in der Antikensammlung der Universität Bern umgesetzt. Das Pilotprojekt steht unter dem Patronat der Bildungs- und Kulturdirektorin des Kantons Bern, Frau Regierungsrätin Christine Häsler.


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Die Stimme der Gegenwart

Mit einer Videoperformance zur Geschichte der Philosophie und der Aufklärung, ist auch Deutschlands bekannteste freie Philosophin, die Bestsellerautorin Dr. Rebekka Reinhard in der Ausstellung vertreten. Mit ihrer Performance haucht sie einem Bildnis der antiken griechischen Dichterin «Sappho» neues Leben ein und verleiht ihr eine prägnante Stimme der Gegenwart. Umgeben von prominenten Zuhörern wie Platon, Sophokles und Homer, äussert sich die Philosophin zu aktuellen Fragen unserer Zeit. In engagierten Statements erörtert sie zentrale Ausstellungsthemen wie Diversität, interkulturelle Kompetenz, Gleichstellung, Globalisierung und Digitalisierung, Mündigkeit und Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und der Gesellschaft.


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Bildungsangebot Digitalisierung

Die Ausstellung versteht sich auch als attraktives Bildungsangebot und richtet sich explizit an die junge multikulturelle Generation um diese gezielt für ihre gemeinsame Geschichte und Zukunft zu begeistern. Neben den kulturellen Themen erschliesst die Ausstellung einen unkonventionellen Zugang zu den Themen der Digitalisierung. Die «digitale Transformation» und ihr Einfluss auf den gesellschaftlichen Wandel werden direkt physisch erlebbar. Neue Technologien wie die digitale Spracherkennung und die visuelle Emotionsanalyse können im spielerischen Dialog erprobt und reflektiert werden.


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Eröffnungsfeier FACING HISTORY, 7. Juni 2019, Universität Bern, Hans Ulrich Glarner, Amt für Kultur des Kantons Bern

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