26. Februar - 30. April 2017

In Visible Limits

mit Werken von Anna Anders, Klaudia Dietewich, Glaser/Kunz, Franticek Klossner, Mareike Lee, Maboart, Victorine Müller, Nicolai Rapp. Die Ausstellung wurde 2016 im Neuen Kunstverein Aschaffenburg / Kunstlanding Frankfurt, im Kunstverein Konstanz sowie im Kunsthaus Interlaken gezeigt und gelangt nun in erweiterter Form ins Kunst(zeug)haus Rapperswil-Jona.


Franticek Klossner / Videokunst Sehnerv Bern Zürich Berlin / Sammlung Carola und Günther Ketterer-Ertle

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Mittwoch 5. April 2017, 18.30

Innovation - Märkte - Limits / Der Unternehmer und die Grenzen

Dr. Pietro Supino, Verwaltunsgratspräsident Tamedia AG

Dr. Roman Rossfeld, Wirtschaftshistoriker, Universität Bern

Moderation: Dr. Roger Fayet, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft SIK, Stiftungsrat Kunstzeughaus Rapperswil-Jona


Mittwoch 12. April 2017, 18.30 Uhr

Führung mit Kunstschaffenden und Kuratoren

Frantiček Klossner, Künstler, Bern

Maboart, Künstlerpaar, Basel

Dr. Raimund Menges, Kunstverein Stuttgart

Peter Stohler, Kunstzeughaus Rappersil-Jona



Franticek Klossner - Kunst der Gegenwart - Contemporary Art - Sehnerv Bern Zürich Berlin - Switzerland - Germany - Video Art - Videokunst - Frantiček

Frantiček Klossner / Videokunst

Das Schaffen des Schweizer Künstlers Franticek Klossner ist durchdrungen von existenziellen Fragen. Der menschliche Körper fungiert in seinen Werken als Repräsentant für die Prozesse psychischer Individuation und sozialer Interdependenzen. Die Videoinstallation im Kunstzeughaus Rapperswil-Jona thematisiert das Menschenbild der Gegenwart in besonders eindringlicher Weise. Als Bildträger für seine Videoprojektionen verwendet er grosse Glasballons die mit Wasser befüllt sind. Die gewölbten Volumen verzerren und zerdehnen die darin projizierten Bilder wie Konvexspiegel. Die Szenerie erinnert an eine Sammlung anatomischer Feuchtpräparate in einem medizinhistorischen Museum. Doch die isolierten Körper sind sehr lebhaft und keineswegs tot. Ihre Aktivität lässt den Vergleich zum Präparat schnell vergessen. Köpfe drehen sich wie Globen um ihre eigene Achse. Die vorbeiziehenden Gesichter werden zu Weltkarten gelebten Lebens. Nackte Körper winden sich im Bauch der Glaskolben wie rastlose Föten. In rätselhaften Worten sprechen die eingeschlossenen „Geister“ zu sich selbst und zu uns. Ihre Monologe überlagern sich zu einer hypnotischen Partitur und machen den Akt der Kommunikation in unkonventioneller Weise erfahrbar. Die verflüssigten Individuen, zwischen Auflösung und Transformation, werden zum Sinnbild menschlicher Aggregatzustände. Die stetige Wandlung der Bilder führt uns vor Augen, wie fragil und prozessbedingt das Menschliche in uns ist. Die frappante Ästhetik dieser Videoinstallation involviert das Publikum in einen sehr direkten physischen Dialog. Die Vehemenz der Körperlichkeit wird von einer äusserst sinnlichen Materialität getragen. Das Publikum erlebt Klossner’s Videokunst geradezu „am eigenen Leib“. Manuel Rodriguez, 2015

Schauspiel: Gerrit Bernstein, Fabian Eyer, Ginamaria Fedele, Anna Vera Messmer, Julian Anatol Schneider, Johannes Schumacher, Produktion: Video Art Sehnerv / Filmhaus Bern, Kamera: Tom Bernhard, Media Engineering: Marc-André Gasser / MAG Design



In his interdisciplinary work, Swiss artist Franticek Klossner deals with existential subjects. The human body plays an important role and acts as a representation of the processes of mental and social individuation. In the current exhibition at Kunstzeughaus Rapperswil-Jona, Klossner presents a fascinating video installation, which visualizes the idea of man in an impressive manner. As a screen for his video projections, the artist uses big demijohns filled with water. The arched water volumes distort and stretch the projected images like a convex mirror. Naked bodies squirm in the glasses like restless fetuses. The scenery resembles a bizarre testing lab out of a science fiction movie. The liquefied bodies of the protagonists, between dissolution and transformation, become a symbol for human states of aggregation. Klossner’s video work reminds us how fragile and process dependent the “human” in us can appear. In mysterious words, the encased ghosts speak to themselves and to us. Their monologues layer into a hypnotic poetry score and allow us to experience the act of communication in an unconventional manner. The video installation's striking esthetics involves the audience in a highly direct physical dialogue. The vehemence of the physicality is supported by an extremely sensual materiality. The audience experiences Klossner's video installation in an almost physical way. / Manuel Rodriguez, 2015


Modo Verlag Freiburg - Kunstzeughaus Rapperswil - Kontur Kunstverein Stuttgart - Aktuelle Kunst - Schweiz - Deutschland
Publikation zur Ausstellungsreihe "In Visible Limits", Modo Verlag Freiburg i. Br., 2017

Kunstzeughaus Rapperswil - Swiss Contemporary Art


Arte Contemporanea Svizzera / Video Arte Sehnerv - Berna Zurigo Berlino / Kunstzeughaus Rapperswil Jona

Franticek Klossner

Sehnerv Videokunst Bern Zürich Berlin